Ausgabe 25, Juli 2010
StartGesamtschulen: SPD-Fraktion will alarmierenden Zahlen entgegenwirken

Gesamtschulen: SPD-Fraktion will alarmierenden Zahlen entgegenwirken

„Kommunale Maßnahmen immer wichtiger“

„Schlechte Landes-Bilanzen bei Abiturienten und Studienanfängern müssen durch mehr integrative Schulformen verbessert werden. Auf alarmierende Zahlen in Niedersachsen weist des die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Osnabrück, Marion Fiolka-Dörpmund, hin.

Im Jahr 2012 solle es bundesweit nach aktuellen Hochrechnungen eine Quote von 48,33 Prozent junger Menschen geben, die ein Studium aufnehmen. Niedersachsen sei mit 28,5 Prozent im Jahre 2006 davon jedoch weit entfernt und liege deutlich unter dem aktuellen Bundesdurchschnitt von 35,4 Prozent. Bei der Entwicklung der Studienanfängerzahlen in den vergangenen zehn Jahren halte Niedersachsen mit einer Steigerung von lediglich 20,6 Prozent in der Zeit von 1998 bis 2008 sogar die rote Laterne. Bundesweit liege dieser Zehnjahreswert bei plus 41,7 Prozent, wobei die Länder der Spitzengruppe – die SPD-regierten Länder Brandenburg, Bremen und Rheinland-Pfalz - Zuwächse von mehr als 60 Prozent aufwiesen.

„Es ist nicht nur die vollkommen falsche Einführung der Studiengebühren, die aus sozialen Gründen zu weniger Studienanfängern führt, sondern ebenso das starre Festhalten der Landesregierung am dreigliedrigen Schulsystem. Neue Integrierte Gesamtschulen wären deshalb ein sehr wichtige kommunaler Beitrag, um mehr junge Menschen zur Studienberechtigung zu führen“, ist sich die SPD-Sprecherin sicher.

 

 
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