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Karin Evers-Meyer und Karl Finke: "Konzept zum Schulfrieden ist überzeugend"

Karl Finke und Karin Evers-Meyer

Karl Finke und Karin Evers-Meyer begrüßen den Vorschlag des SPD-Landesvorsitzenden Garrelt Duin zur Beendigung des Schulstreites in Niedersachsen. Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und die Beauftragte der Bundregierung für Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, stellten gemeinsam fest:

„Der Kompromissvorschlag der SPD Niedersachsen, künftig auf eine Struktur aus regionalen Gemeinschaftsschulen und Gymnasien zu setzen, halten wir für richtig. Immer neue Konzepte bringen uns nicht weiter. Es muss endlich eine verlässliche Linie geben.“
Evers-Meyer und Finke schlagen vor, diese Strukturentscheidung mit der entschiedenen Festlegung auf mehr schulische Inklusion zu verbinden.

Karl Finke, der auch Sprecher von „Selbst Aktiv“, dem Netzwerk behinderter Menschen in der SPD ist, betont: „Eine Entscheidung über die künftige Schulstruktur in Niedersachsen würde uns die Chance geben, endlich mehr Raum für gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern zu schaffen. Von individueller Förderung unter dem Dach der allgemeinen Schule profitieren am Ende alle.“

UN-Behindertenrechtskonvention fordert inklusive Schule

„Die im Landtag angekündigte Anhörung sowie das wissenschaftliche Symposium müssen unmittelbares politisches Handeln für mehr gemeinsames Beschulung zur Folge haben“, ergänzt die Bundestagsabgeordnete der SPD Niedersachsen Evers-Meyer. „Die neue UN-Behindertenrechtskonvention fordert eine inklusive Schule für alle. Inklusion bedeutet, dass behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet und individuell gefördert werden. Mit einer Integrationsquote von rund 15 Prozent liegt Deutschland europaweit auf einem der letzten Plätze. Andere Staaten machen uns mit Integrationsquoten von mehr als 80 Prozent vor, wie es gelingen kann.“

Barrierefreiheit durch Konjunkturpaket vorantreiben

Ziel muss nach Ansicht der Behindertenbeauftragten sein, dass behinderte und nicht behinderte Kinder miteinander und voneinander lernen. „Das setzt u.a. barrierefreie Gebäude voraus. Das kürzlich beschlossene Konjunkturpaket bietet dafür notwendige Investitionsmittel an. Darüber hinaus brauchen wir aber auch eine Überarbeitung der pädagogischen Konzepte, Veränderungen im Bereich aller Lehrerbildungsgänge und eine bessere Ausstattung der Schulen.“ Die schulische Trennung der Kinder wegen einer Behinderung, wie sie vor allem immer noch in Deutschland praktiziert wird, sei dagegen diskriminierend und beschämend für unser Land zugleich.



 

 
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