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StartPolitischen Gegner und Buchweizenteig in die Pfanne gehauen

Politischen Gegner und Buchweizenteig in die Pfanne gehauen

Georgsdorf/Grafschaft Bentheim. Zum fünften Pannekooken Proat der neueren Zeitrechnung hatte die Grafschafter Sozialdemokratie traditionell nach Georgsdorf eingeladen. Bei diesem sogenannten „Pfannkuchen-Gespräch“ handelt es sich um eine uralte Veranstaltung der örtlichen SPD, bei dem zunächst der politische Gegner und dann einheimische Zutaten in die Pfanne gehauen werden. Diesmal konnte Kreisvorsitzender Dieter Steinecke auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sowie den Europa-Abgeordneten Matthias Groote begrüßen.

Heil erklärte mit Blick auf die momentane politische Lage und in Anlehnung an ein Zitat von Willy Brandt, man müsse die Realitäten zwar anerkennen, dürfe sich mit den Verhältnissen aber nicht abfinden. „Das ist ein schönes Prinzip, das uns von anderen Parteien unterscheidet.“ Man könne sich von der Globalisierung nicht wegträumen, sondern müsse die konkreten Herausforderungen annehmen und die Probleme versuchen zu beseitigen, die es ja tatsächlich gebe. Eine Abfuhr erteilte Heil all denen, die sich in nationalstaatliche Lösungen flüchten, zu denen es keine Rückkehr mehr gebe.

Matthias Groote betonte, ein soziales Europa bedeute für ihn auch einen allgemeinen Mindestlohn. Er schäme sich geradezu, dass man in Deutschland bei diesem Problem noch nicht weiter sei. Er werde u. a. diese Frage in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes rücken. Hierzu gehöre auch das Problem des Klimawandels, gegen den alles unternommen werden müsse. Wenn erst ein bestimmter Punkt der Veränderung überschritten sei, könne man nichts mehr retten, warnte Groote eindringlich.

Bevor sich die Gästeschar über die Buchweizen-Pfannekuchen mit Salat und allerlei Zutaten sowie gekochte Eier und Käsebrote hermachen konnten, setzte sich der Grafschafter Europa-Kandidat Rudi Tuin – nicht ganz ernst gemeint – mit der Frage des „Nacktscanning“ auseinander und stellte seine recht „eigenwilligen“ Analysen und Schlussfolgerungen vor. Tuin unterstrich damit die Richtigkeit einer Eingangsbemerkung von Dieter Steinecke, dass die Grafschafter ihren „Aschermittwoch“ bereits feiern, wenn alle anderen noch nicht einmal die Karnevals-Saison eröffnet haben. (rh)

Hubertus Heil beim Pfannkuchen backen

Die ersten Pfannekuchen musste Hubertus Heil selbst backen. Matthias Groote und Rudi Tuin sahen ihm dabei kritisch über die Schulter. (Foto: Hein)

 

 
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