Importe von Gentechnik-freien Futtermitteln sicherstellen
Meppen/Hannover. Im Agrarland Niedersachsen muss es nach Ansicht der SPD-Fraktion auch zukünftig ausreichend Gentechnik-freie Futtermittel geben. „Wir dürfen nicht zulassen, dass der heimische Markt demnächst mit gentechnisch veränderten Sojalieferungen aus Nicht-EU-Ländern, insbesondere USA, Argentinien und Brasilien, überschwemmt wird“, sagte die agrarpolitische Sprecherin Karin Stief-Kreihe. „Auch geringste Spuren von Genpflanzen in Futtermitteln müssen weiterhin verboten sein, die Null-Toleranz-Linie der EU darf nicht aufgeweicht werden. Wir fordern die Landesregierung auf, sich dafür im Bundesrat einzusetzen.“
Hintergrund: Die EU-Kommission will am EU-Parlament vorbei erreichen, dass in Futtermitteln ein Genpflanzen-Anteil von bis zu 0,3 Prozent erlaubt werden kann. „Damit öffnet man den Saatgutkonzernen Monsanto, Syngeta und Pioneer, die im nächsten Jahr mit neuem gentechnisch verändertem Soja auf den Markt kommen wollen, die Türen und begibt sich in eine totale Abhängigkeit“, so Stief-Kreihe. „Es droht die Gefahr, dass Gentechnik-freie Futtermittel vom Markt gedrängt und entsprechend teuer werden. Davon wäre Niedersachsen als Agrarland Nummer eins besonders betroffen.“
Die SPD-Fraktion hatte eine Anhörung zum Thema Gentechnik-freie Futtermittel durchgeführt. Ziel war es, im Dialog mit Marktführern von Futtermitteln, großindustriellen Produktionsbetrieben und Interessenvertretern der Landwirtschaft umfassende Informationen über die Situation in Niedersachsen zu erhalten. „Klar ist, dass es in der Produktion Alternativen zu gentechnisch behandelten Futtermitteln gibt“, sagte Stief-Kreihe. „Allerdings würde die heimische Produktion nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken.“










