Riester soll spazieren gehen! Das macht den Kopf frei
Berlin/Hinte. Dem ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester, der vorgeschlagen hatte, zugunsten der Rente auf den Kauf eines Autos zu verzichten, empfahl der industriepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Garrelt Duin einen ausgiebigen Spaziergang, um über diesen unsinnigen Vorschlag nachzudenken.
Herr Riester kann ja sein Auto verkaufen und zu Fuß gehen. Nachdem die umstrittenen Äußerungen des Finanzministers zum Thema Urlaub kaum verklungen sind, meint der Herr Ex-Minister wohl noch schlauere Vorschläge machen zu müssen. Das ist unerträglich, sagt Duin.
Abgesehen davon, dass der Vorschlag sozialpolitisch Unfug ist, ist er auch noch wirtschafts- und umweltpolitisch absurd. Zum einen hat Deutschland mit einem Durchschnittsalter von acht Jahren den ältesten Fuhrpark in Europa. Heutige Fahrzeuge sind in der Regel sparsamer und oftmals sauberer als ihre Vorgängermodelle. Zum anderen dürfen gerade die von Stellenabbau bedrohten Beschäftigten in der Automobilindustrie von einem ehemaligen IG Metall-Sekretär eigentlich erwarten, dass er nicht gegen ihre Interessen spricht. Dem Automobilstandort Deutschland hilft Riester so jedenfalls nicht. Vielleicht hatte Riester zu wenig Urlaub. Vielleicht reicht aber auch etwas frische Luft, so Duin abschließend.










