Kurt Beck begeisterte Oldenburger und Ostfriesen
Oldenburg/Ostfriesland. Im Rahmen seiner Sommerreise kam der SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck auch nach Oldenburg und Emden. In Oldenburg stand ein Sommerfest im Biergarten des Hotels Wöbcken und in Emden eine Schifffahrt mit der Wappen von Borkum auf dem Programm.
Mit wem Kurt Beck auch immer sprach, er fand die passenden Worte: bei der Wahlkampfunterstützung für Dietmar Schütz und Alwin Brinkmann, bei der Ehrung von Horst Milde für 50-jährige Partei-Mitgliedschaft, bei der Überreichung eines Parteibuches an den 19-Jährigen Jannes Riemann, bei der Entgegennahme einer großzügigen Spende für muskelkranke Jugendliche aus dem Erlös der Familienfußballweltmeisterschaft in der Krummhörn und beim überraschenden Abstecher zur Geburtstagsfeier der 80-jährigen Maria Eckloff aus Oldenburg.
Beck wurde an beiden Stationen vom SPD-Landes- und Bezirksvorsitzender Garrelt Duin begleitet. Wo andere Urlaub machen oder sich auf festlichen Bällen vergnügen, haben Frank Steinmeier und Kurt Beck in diesen kritischen Tagen sozialdemokratische Positionen hochgehalten und Position für die Regierung bezogen, sagte Duin vor rund 300 Zuhörern in Oldenburg. Der SPD-Politiker aus Hinte hob auch auf die Bedeutung der bevorstehenden Kommunalwahl ab: Christian Wulff und die CDU dürften sich nicht zu sicher fühlen. Mit einem Seitenhieb auf den CDU-Slogan Wir sind Niedersachsen machte Duin deutlich, dass dieses Bundesland vor allem durch sozialdemokratische Ministerpräsidenten geprägt wurde. Eine neue SPD-Landesregierung ab 2008 werde die Beitragsfreiheit für Kindergärten einführen, Ganztagsschulen bereit halten und Studiengebühren wieder abschaffen. Die Städte und Kreise können sich dann auf einen sicheren Partner in der Landesregierung verlassen, sagte Garrelt Duin weiter.
Auch Kurt Beck betonte, dass das Ergebnis der Kommunalwahl am 10. September für die weitere Entwicklung in Niedersachsen von größter Bedeutung sei. Sozialdemokratische Oberbürgermeister und Landräte werden bei der Zukunftsgestaltung ein gewichtiges Wort mitreden. Die SPD stehe für eine Politik mit sozialem Herz, die allen Menschen eine Chance gebe. Wir sparen nicht bei der Bildung, sorgen auch in Zukunft für die Älteren, Kranken und Pflegebedürftigen und machen eine Familienpolitik, die es den Eltern erlaubt, zwischen Berufstätigkeit und Kinderbetreuung wirklich wählen zu können, versprach der Parteivorsitzende. Den jungen Leuten müssten ausreichend Ausbildungsplätze und den Studierwilligen qualitativ hochstehende Studienplätze angeboten werden. Beck lehnte Studiengebühren für das Erststudium entschieden ab, weil die Aufnahme eines Studiums nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen dürfe.
International müsse auch Deutschland Verantwortung tragen, sagte Kurt Beck weiter. Der Terrorismus müsse entschieden bekämpft werden, aber es komme auch darauf an, die Wurzeln des Terrorismus zu beseitigen. Deshalb stehe die Außenpolitik unter Frank Steinmeier für Aufbauhilfe, Konsens der Kulturen und notfalls für militärisches Engagement, damit die Waffen zukünftig schweigen.

Gratulation für Horst Milde zur 50-jährigen SPD-Mitgliedschaft: v.l.n.r. Gesine Multhaupt, Dietmar Schütz, Heike Bockmann, Garrelt Duin, Horst Milde (mit Blumen) und Kurt Beck.

Für gute Stimmung auf der Wappen von Borkum sorgte der Störtebeker-Shanty-Chor aus Marienhafe, unterstützt von Kurt Beck, Clemens Bollen, Matthias Groote und Garrelt Duin (v.l.n.r.).










