Demographischen Wandel gestalten
Oldenburg(eb). Die Gestaltung des absehbaren demographischen Wandels in unserer Gesellschaft muss von der Politik auf allen Ebenen als Querschnittsaufgabe verstanden werden," forderte Karin Stief-Kreihe vor dem SPD-Bezirksvorstand in Oldenburg. Stief-Kreihe, Mitglied des Niedersächsischen Landtages und seit Sommer 2005 Vorsitzende dessen Enquete-Kommission Demographischer Wandel Herausforderung an ein zukunftsfähiges Niedersachsen, beschrieb die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2020. Vor allem im kommunalen Bereich kämen in den nächsten Jahren entscheidende Weichenstellungen auf die politische Agenda. Obwohl die Region Weser-Ems überwiegend mit einer positiven Bevölkerungsentwicklung zu rechnen hat, sind die regionalen Unterschiede so groß, dass eine einheitliche Handlungsempfehlung von der Kommission nicht zu erwarten sein wird, so Stief-Kreihe. Bereiche wie die Ausweisung von Baugebieten, die Bereitstellung von sozialer Infrastruktur, kommunaler Daseinsvorsorge, öffentlichem Personennahverkehr und Bildungs-, Kultur und Konsumangeboten müssen auch unter dem Aspekt der Finanzierung eines Schrumpfungs- und Anpassungsdrucks betrachtet werden. So kann ein stark wachsender Bereich wie z. B. die Gemeinde Edewecht bei Oldenburg nicht zu den gleichen Handlungsoptionen kommen wie die bis 2020 stark schrumpfende Stadt Wilhelmshaven. Hier ist offensichtlich ein rasches Umdenken und Anpassen der kommunalen Entscheidungsgremien an eine regionale Entwicklung unausweichlich, stellte Hans-Dieter Haase für den Bezirksvorstand fest. Hier wird die SPD als Regionalpartei treibende Kraft bleiben.










